Erschließung und Bodengutachten

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Erschließung und Bodengutachten

Unser Grundstück wird hübsch gemacht für seinen großen Tag.

OWS bei der Arbeit

"Moses" teilt die Erde

Die Kanäle werden geprüft

Die Standardverträge der NLG legen fest, dass der Kaufpreis des Grundstücks erst dann fällig wird und der Eigentümer wechseln kann, wenn die Erschließungsarbeiten beendet wurden und somit die Leitungen für Trinkwasser, Telefon, Gas und Strom und die Kontrollschächte für Schmutz- und Regenwasser angelegt sind. Verständlich, dass wir diesem Tag richtig entgegengefiebert haben.

Die letzten schönen und frostfreien Tage des Jahres wollten wir außerdem nutzen, um für unser Grundstück ein eigenes Bodengutachten erstellen zu lassen. Insgesamt waren die Bodenverhältnisse auf das gesamte Baugebiet gesehen recht durchwachsen. Stellenweise erschien mir der Boden als Laie sogar als schwierig und wenig standfest und deshalb wollten wir nicht darauf vertrauen, dass es bei uns schon passen wird. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Vera, die uns in dieser Angelegenheit auch etwas beraten hat.

Unsere Wahl für die Durchführung der Bohrung und des Gutachtens fiel auf die Experten der OWS Ingenieurgeologen aus Greven, mit denen schon andere Bauherren sehr gute Erfahrungen gemacht und in deren Blogs darüber berichtet haben. Der Bohrtermin wurde auf den 3.11.2015 gesetzt, eigentlich lang genug nach dem geplanten Abschluss der Erschließungs- und Geländearbeiten. Die Historie dieses Baugebiet hätte uns eigentlich lehren müssen, dass nichts so richtig termingerecht fertig wird und so sah es auch dieses Mal aus. Obwohl der Termin mit der NLG schon Wochen vorher abgestimmt war, mussten wir zu unserem Erschrecken feststellen, dass ein paar Tage vor den Bohrungen ein wirklich riesiger Erdhaufen von den Erschließungsarbeiten auf unserem Grundstück zwischengelagert wurde. Ich habe den "Berg" mehrmals umrundet und konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie man solch einen Haufen, außer durch Sprengungen, innerhalb von zwei Tagen entfernen könnte. Nach kurzer Rücksprache mit der NLG versicherte man uns aber weiterhin, dass alles fristgerecht entfernt würde.

Einen Tag davor erhielt ich endlich die Nachricht, dass unser Grundstück geräumt wurde und dem Gutachten nichts mehr im Wege stehen sollte. Dem war zu diesem Zeitpunkt aber nicht so. Ich sprach also den Baggerfahrer vor Ort an und auch er sah die Sache sehr entspannt. Er bot mir sogar im Scherz an, mit seiner Baggerschaufel etwas an der Oberfläche zu kratzen und mal in die Erde "reinzuriechen". Das käme mich billiger und wäre genauso verlässlich wie ein Gutachten. Auch für die Gründungsmaßnahmen hatte er allerlei Ratschläge parat, von denen ich leider keinen behalten habe, weil ich die ganze Zeit auf diesen Berg da starren musste. Aber was soll ich sagen?! Als ich am nächsten Morgen zur Baustelle kam, konnte ich mein Glück gar nicht fassen. Der Berg war quasi in der Mitte geteilt und so weit nach rechts und links geschoben worden, dass das komplette Baufenster frei lag. Für den Baggerfahrer wahrscheinlich ein Aufwand von 30 Minuten, für mich grenzte es an ein biblisches Wunder. Danach verlief alles nach Plan und am frühen Nachmittag waren die Bohrungen beendet. Hierzu wurden diagonal an zwei Hausecken Bodenproben aus maximal 2,70 m Tiefe entnommen und in der Mitte des geplanten Hauses die Bodenfestigkeit getestet. Die Ergebnisse sind sehr zufriedenstellend. Der Boden ist im trockenen Zustand ausreichend fest, das Setzungverhalten ebenfalls in Ordnung und Grundwasser wurde bei keiner Bohrung angetroffen. Lediglich die Durchfeuchtung des Bodens sollte vermieden und auf den Einsatz schwerer oder gummibereifter Geräte verzichtet werden. Schadstoffe wurden ebenfalls nicht angetroffen. Genausowenig wie ein Topf voll Gold oder andere Schätze. Leider, leider...

OWS Ingenieurgeologen GmbH & Co. KG
Zum Wasserwerk 15
48268 Greven/MS
Telefon: +49 (0)2571-95 288-0

vergibt der Firma OWS Ingenieurgeologen 5 von 5 Punkten.