Unser Grundstück entsteht

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Unser Grundstück entsteht

Der Weg vom Acker zu unserem Traumgrundstück.

Bebauungsplan "Auf der Nathe"

Bevor ein Haus auf einem Stück Land errichtet werden darf, muss daraus Bauland werden. Der Flächennutzungsplan gibt hierüber Auskunft. Wie das Haus aussehen darf, wie viele Geschosse zulässig und welche Dachformen und -neigungswinkel erlaubt sind, wird im Bebauungsplan geregelt. Beide Rechtsgrundlagen waren für unsere Baugebiete noch in der Entstehung und aus Interesse und Aktualitätsgründen wollte ich von Anfang an bei der "Geburt" unseres Grundstücks dabei sein. Also verbrachte ich, manchmal in Begleitung meines Schwiegervaters, so manchen Abend als Zuschauer bei der ein oder anderen Bauausschuss- und Ratssitzung. Schnell kristallisierte sich heraus, dass es mit unserem Traum vom Baubeginn Anfang 2014 nichts werden würde, denn während der Entstehung des Bebauungsplans meldete sich die nördlich des Stadtzentrums gelegene Möbelfirma Wiemann über ihre Anwälte zu Wort und gab zu bedenken, dass aufgrund der geplanten Betriebserweiterung mit einem erhöhten Lärmaufkommen in dem neuen Baugebiet zu rechnen sein könnte. Da hier der Gesetzgeber strenge Grenzwerte vorgegeben hat, blieb der Politik und Verwaltung nichts anderes übrig, als die geplante Erweiterung bereits jetzt mit in den Planungen zu berücksichtigen und entsprechende Vorgaben für Teile der zu errichtenden Wohngebäude zu formulieren. Ich denke, dass die Größe und Wichtigkeit der Firma für die Stadt Georgsmarienhütte hier einen entscheidenden Einfluss hatte. Kurz gesagt bedeutete diese zusätzliche Ehrenrunde im Erstellungsprozess eine Verzögerung von knapp einem Jahr, denn eine Entscheidung, die im Bauausschuss gefällt wurde, musste fast immer im Verwaltungsausschuss (nicht-öffentlich) bestätigt und schließlich im Rat final beschlossen werden. Gerade die Ratssitzungen finden aber nicht regelmäßig einmal im Monat statt, sondern können gerade in der Sommerzeit mal zwei-drei Monate auseinander liegen.

So wurde aus Herbst 2013, Frühjahr 2014, "ganz bestimmt jetzt aber" Herbst 2014, "nageln Sie mich ruhig darauf fest" Frühjahr 2015 und schließlich der "naja, streng genommen immer noch Frühjahr 2015" Juni 2015. Die Verschiebungen und neu genannten Vergabetermine waren dabei immer in einer solchen greifbaren Nähe, dass sich ein Zwischenumzug in eine größere Wohnung nicht mehr zu lohnen schien. So hielten wir es fast bis zum Ende in unserem kuscheligen 60qm Domizil aus, zur großen Verwunderung von Freunden und Verwandten. Trotz Verenas Unworte der Jahre 2013-2015 "Winzwohnung" und "Winzküche" im steten Wechsel. Ich muss an dieser Stelle ganz stolz sagen, wie sehr ich ihren Durchhaltewillen und ihre Geduld in dieser Zeit bewundere. Falls also für eine kommende Marsmission ein erprobtes Team für mehrmonatiges Zusammenleben auf kleinem Raum gesucht wird, das sich dabei nicht auf die Nerven geht... wir hätten's drauf.