Unsere Decke ist drauf

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Unsere Decke ist drauf

Die Decke senkt sich über unser Erdgeschoss.

Unser Wohnzimmer in der Abendsonne

Hier laufen die Stromkabel für den Flur zusammen

Die Aussparung für den Schornstein

Die Rohre der Lüftungsanlage im EG

Die fertige Treppe

Die Decke trocknet über's Wochenende

Ein großer Schatten schob sich am Donnerstag über den Osnabrücker Südkreis. Unsere Decke war im Anflug und wirbelte den Tag für uns und den Bautrupp gehörig durcheinander. Gleich mehrere Termine mussten für diesen Tag ausgemacht und koordiniert werden, bevor alles schließlich am Freitag mit Beton zugegossen werden konnte.

Das Wichtigste für uns an diesem Tag war der gemeinsame erste Termin mit unserem Elektriker, um die Deckenauslässe für Spots, Leuchten und Leerrohre im Erdgeschoss zu besprechen. Wir hatten schon im Vorfeld sehr viel Arbeit in die Elektroplanung des gesamten Hauses gesteckt und waren uns zumindest beim Erdgeschoss schon recht sicher, wo was hinsoll. Etwas Unbehagen hat uns dann doch die Planung der Spots in Küche und Wohnzimmer bereitet, weil man bei diesen, anders als bei einer normalen Deckenlampe, hinterher nicht mehr so einfach die Position der Lichtquelle verschieben kann. Man legt sich hier also schon etwas fest. Lange Zeit waren wir auf ein 1,20m Raster in der Küche und ein 1,50m Raster im Wohnzimmer festgelegt, bis wir einen Abend vor dem Termin dann doch noch ein letztes Mal über die Planung geschaut haben und uns die Lichtsituation mit dem Programm "DIALux" visualisierten. Irgendwie wirkte das Wohnzimmer selbst mit 14W LED-Spots nicht mehr so gut ausgeleuchtet und einzelne Spots etwas deplatziert im Raum. Also ran an den berühmten letzten Versuch und das Raster ebenfalls auf 1,20m verkleinert, die Zahl der Spots um 3 erhöht und plötzlich lösten sich alle Problemstellen in Luft auf. Gegen zuviel Licht von der Decke kann man eher was machen, als gegen zuwenig, zumal die Spotreihen sowieso dimmbar werden sollen. Aus dem Grundriss mit der Planung haben wir dann alle unwichtigen Elemente rausgenommen und die Auslasspositionen zentimetergenau bemaßt.

Als wir dann Mittags bei der Baustelle ankamen, war die Decke bereits aufgelegt worden. Wir konnten dann durch unsere nun etwas dunkleren Räume gehen und diese das erste Mal richtig auf uns wirken lassen. Der Treppenbauer war bereits bei der Arbeit und legte Stahlarmierungen für den morgigen Tag aus. Ein kurzer Blick auf die angezeichneten Stufen auf der Wand brachten nochmal letzte Gewissheit, dass die Stufe vor dem Treppenfenster nicht im Wege sein wird. Super! Der Termin mit dem Elektriker war ziemlich schnell erledigt. Er hat uns mehrmals gefragt, ob er sich wirklich nach den aufgezeichneten Maßen richten sollen und wir antworteten immer zögerlicher mit "Ja". Nicht, dass wir uns doch irgendwo vermessen haben?! Wir machten dann spaßeshalber aus, dass er sich meldet, wenn ein Spot theoretisch im nächsten Raum angebracht werden müsste. Über unseren Plan an sich hat er sich aber sehr gefreut. Er hätte schon ganz andere "Planungsunterlagen" in die Hand gedrückt bekommen, meinte er. Was uns etwas überrascht hatte, war die Frage nach den Lichtschaltern bzw. einem davon in den jeweiligen Räumen. Darauf hatten wir jetzt nicht mehr final geschaut, waren uns aber in Absprache mit dem Elektriker doch schnell einig, dass wir es so machen sollten wie bereits mal geplant. Hintergrund ist, dass die Beleuchtungsleitungen irgendwo zusammenlaufen müssen, von wo sie dann weiter verteilt werden, um dann von woanders geschaltet werden zu können. Am nächsten Tag waren die Bohrungen beendet und über den Spots Einbaugehäuse von Kaiser auf die Decke montiert. Parallel wurden Leitungen für die elektrischen Rollläden und die normalen Wandlampen, sowie die Leerrohre für den Beamer verlegt.

Der Sachverständige kam dann Freitag Vormittag und überzeugte sich von der sorgfältigen Arbeit bei der Erstellung des Rohbaues, der Bewehrung der Decke und der Verlegung der Lüftungsrohre oben drauf. Wir hatten das von unserem Bautrupp zwar nicht anders erwartet, aber es war schön, das nochmal von "offizieller" Seite bestätigt zu bekommen.

Verena stattete der Baustelle am Nachmittag nochmal einen Besuch ab und wurde von den Bauarbeitern, die gerade auf den Beton warteten, auf's Gerüst begleitet. Von hier konnte sie nochmal alles im Zustand vor dem Gießen fotografieren, was später mal beim Bohren von Löchern usw. nützlich sein könnte. Dann war es auch schon soweit und die Pumpe samt dem Beton wurde angeliefert und aufgebracht. Als ich Abends zum obligatorischen Baustellenabstecher vorbeifuhr, war alles bereits fertiggestellt und abgedeckt worden. Im Inneren des Hauses hörte man es an manchen Stellen von der Decke tropfen, was ganz normal ist, wie uns zuvor gesagt wurde. Die Treppe war auch schon fertig. Jetzt musste alles nur noch über's Wochenende trocknen, bevor es am Montag mit dem Dachgeschoss weitergehen kann.


Tipp: Elektroplanung zu Beginn der Rohbauarbeiten für das Erdgeschoss und teilweise für das Dachgeschoss bereits in der Schublade haben, damit man beim Stehen der Wände seine Planungen verifizieren und verfeinern kann. Zu den Deckenauslässen auch bereits die Positionen der Lichtschalter geplant haben. Die Termine mit dem Elektriker kommen schneller als man denkt und er weiß ja schließlich nicht, was man sich wie wünscht. Ein bemaßter Plan ist hier für alle Parteien sehr hilfreich!